DIE STIFTERIN Susan Bach

Susan Bach wurde 1902 in Berlin geboren. Sie studierte Kristallographie und gewann an der Friedrich-Wilhelm-Universität in Berlin einen Preis. Diese wissenschaftliche Arbeit sowie ihre tiefe Faszination für die den Bildern zugrunde liegenden archetypischen Anordnungen waren die Basis für ihre späteren, systematischen Studien von spontanen Bildern und Zeichnungen, besonders denjenigen von schwerkranken Kindern. Hier bezog sich ihre Suche auf sinnstiftende Anordnungen, die sie als Hinweise auf unbewusste Prozesse erkannte.

Susan Bach war bereits in den 30er Jahren mit der Psychoanalyse in Berührung gekommen; nach Jahren in London kam sie schliesslich nach Zürich und stand in regem Austausch mit C.G. Jung und Toni Wolff.

Während mehr als 30 Jahren untersuchte sie mit einem Team von Ärzten und Pflegenden im Bildmaterial schwerkranker Patienten des Kinderspitals Zürich Hinweise auf psychosomatische Zusammenhänge. Sie erkannte, dass sich in spontan gemalten Bildern von Kindern mit Leukämie und anderen Krebserkrankungen sehr oft die gesamte Situation eines Individuums abbildet, und dass regelmässig wertvolle, ahnende Aussagen über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft einer Lebensgeschichte darin verborgen sind. Diese Erkenntnisse fasste sie in ihrem Buch «Das Leben malt seine eigene Wahrheit. Über die Bedeutung spontaner Malereien schwerkranker Kinder» (Daimon-Verlag, Einsiedeln 1995) zusammen. Susan Bach starb 1995 in London.

Die von ihr ins Leben gerufene Susan Bach Foundation hat zum Ziel, die damals begonnene Erforschung bedeutsamer Zeichen in spontanen Zeichnungen weiter zu entwickeln. Darüber hinaus entsprechen jedoch auch weitere Ansätze und Themen aus dem Umfeld der Erforschung psychosomatischer und synchronistischer Phänomene dem Stiftungszweck und können daher für ein Gesuch zur finanziellen Unterstützung vorgeschlagen werden.

«… in all den Jahren meiner Forschung wurde mir ein merkwürdiges Phänomen immer mehr erkennbar: das Phänomen der vorausweisenden Zeichen. Sobald wir den Mut hatten, dies zu akzeptieren, fanden ich, meine Mitarbeiter und Freunde es fast im gesamten Bildmaterial und realisierten, dass es sich sogar in unseren eigenen persönlichen Erfahrungen manifestierte. (…) Es scheint (…) ein tiefes menschliches Bedürfnis zu sein, Ganzheit so zu begreifen, dass sie auch die lebenswichtige Komponente des Aufeinanderbezogenseins enthält. (…) z.B. als die Dynamik von Psyche und Soma, von hell und dunkel, (…), Ich und Du, Gut und Böse, aktiv und passiv …» (aus: Susan Bach – Das Leben malt seine eigene Wahrheit, 1995)

 
 

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